Ein älterer Herr hält eine Neujahrsansprache an die Jüngeren.

2010 fasst Christoph Hein in seiner Rede den Zustand der Welt, die wir den nächsten Generationen hinterlassen, in eindrücklichen Worten zusammen.

Christoph Hein: Worauf ich hoffe

Was werden Sie anders machen als die Generationen vor Ihnen? Ich hoffe doch, dass Sie eine Zuversicht auf Erneuerung, auf grundsätzliche Reformen haben. Denn in so gutem Zustand übergeben wir Ihnen die Welt nicht, dass Sie diese fraglos weiterführen dürften. Oder werden auch Sie all Ihre Kraft aufwenden, um die Schönheit und den Reichtum dieser Welt in möglichst viel Papiergeld zu verwandeln? In ein Paket von Wertpapieren, das durch einen Börsencrash, eine Finanzkrise, im Handumdrehen zu einem Müllhaufen wird? Dieser Müll ist das Monument eines verfehlten Lebens, ein Memento vergeudeter Hoffnungen.

Werden Sie, anders als wir, begriffen haben, dass unser Leben vergänglich ist? Dass es auf dieser Erde eigentlich unsere Aufgabe ist, an einem Haus zu bauen, das nicht allein für uns nutzvoll ist, sondern auch Menschen Schutz gibt, die wir nicht kennen, weil sie noch gar nicht geboren sind? (…)

Doch wir, die Generationen vor Ihnen, haben das nicht begriffen. Unsere Götter heißen Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Rendite, und für diese Götter sind wir bereit, unsere Welt zu zerstören. Die letzte menschliche Gesellschaft, die auf dieser Erde lebte, ohne sie zu schädigen, das waren die Jäger und Sammler. Alle nachfolgenden Gesellschaften haben an der Auslöschung gearbeitet. Es wurde von Jahrtausend zu Jahrtausend immer effektiver und damit schlimmer, immer perfekter und damit auswegloser. (…)

Und daher haben alle Regierungen entschieden, es sei wichtiger, das Kapital zu schützen als das Klima, und sie kümmern sich daher verstärkt um funktionierende Banken und Autofabriken. Und die Bevölkerung widerspricht nicht. Denn wir vertrauen darauf, dass wir auch dieses Mal davonkommen. Wir haben beschlossen, das Problem den nachfolgenden Generationen zu überlassen. Wir lieben unsere Kinder, ganz gewiss, und wir lieben unsere Kindeskinder, unsere Enkel, aber offenbar lieben wir das Geld noch mehr. (…)

Wir, die Älteren, meine Generation, sollten uns bei Ihnen, den Jungen, für das Erbe, das wir Ihnen hinterlassen, entschuldigen. Wir haben Gesellschaften eingerichtet, die mit der Welt umgehen, als ob alles unendlich sei. Aber alles ist endlich.

Wenn Sie den Mut haben, uns nicht zu folgen, dann werden Sie auch die Kraft dafür finden. Ich wünsche Ihnen Glück. Machen Sie es besser als wir, bitte.

(kompletter Text: http://www.zeit.de/2011/01/Neujahrsrede-Hein)


Die Rede passt 1:1 auch auf die heutige Zeit. Nur dass wir heute noch etwas ergänzen müssen:

Im Jahr 2010 war es vor allem die Zerstörung der Umwelt, die sich bewussten Menschen schon klar zeigte. Heute, in Zeiten von Virenexperimenten und experimentellen Impfstoffen, haben wir möglicherweise auch die Zerstörung des Menschen selbst eingeleitet. Und alles aus denselben Gründen: GIER und MACHT.

Aber alle Kassandrarufe bleiben ungehört. Selbst die Jugend folgt gehorsam dem offiziellen Narrativ, ohne an mögliche Folgen für sich und die nächste Generation zu denken, sodass wir Älteren uns fragen müssen: Wie konnte es dazu kommen, dass wir eine Jugend herangezogen haben,

  • die so unkritisch, angepasst und willig zu gehorchen ist,
  • dass sie es hinnimmt, sich für die Ausbildung, eine Exkursion mit der Schule…mit experimentellen Stoffen impfen lassen zu müssen,
  • dass sie bereitwillig mitmacht, wenn Andersdenkende ausgegrenzt und abgewertet werden und
  • dass sie nicht aufsteht, auf die Straße geht und die Politik auffordert:

🪶 Wir wollen unser Leben JETZT zurück!

🪶 Wir wollen, dass ihr alle Repressalien, den Impfpass, die Maskenpflicht, den Impfzwang sofort und ausnahmslos zurücknehmt!

🪶 Wir wollen keinen Staat, der über unsere Gesundheit bestimmt!

🪶 Wir wollen, dass ihr eine Politik für die Jungen, nicht für die Alten macht!

🪶 Wir wollen, dass ihr euch bei uns, den Jungen, entschuldigt und als ersten politischen Schritt sofort die Aufhebung des Clubzwangs beschließt! Dann können wir miteinander sprechen und gemeinsam an einer Welt arbeiten, die vielleicht noch eine Zukunft hat.

Wie konnte es dazu kommen, dass das nicht passiert, dass die Jugend heute nichts anders macht als wir?

Kategorien: COVID-Tagebuch

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