{"id":12420,"date":"2023-06-10T10:13:29","date_gmt":"2023-06-10T08:13:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lernschritte.at\/?p=12420"},"modified":"2025-02-19T14:46:18","modified_gmt":"2025-02-19T13:46:18","slug":"kartoffel-irland-und-utopia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lernschritte.at\/?p=12420","title":{"rendered":"Kartoffel, Irland und Utopia"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kartoffel ist st\u00e4rkend, aufbauend und sehr n\u00e4hrstoffreich und erm\u00f6glichte Anfang des 19. Jahrhunderts ein kr\u00e4ftiges Bev\u00f6lkerungswachstum in Irland.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deshalb traf es die Insel umso schlimmer, als in den Jahren 1845 bis 1849 ein neuartiger Pilz die Kartoffeln faulen lie\u00df und so zur Gro\u00dfen Hungersnot f\u00fchrte &#8211; mit \u00fcber 1 Million Toten, einem Exodus von 2 Millionen Iren und anderen massiven Folgen, die bis heute zu sp\u00fcren sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn dich das n\u00e4her interessiert, dann schau &#8212;&gt; HIER:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:40% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"453\" height=\"304\" src=\"https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Hu\u0308tte.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12423 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Hu\u0308tte.jpg 453w, https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Hu\u0308tte-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.studysmarter.de\/schule\/englisch\/landeskunde-englisch\/hungersnot-irland\/\" target=\"_blank\">Die gro\u00dfe Hungersnot und die Kartoffelf\u00e4ule<\/a><\/strong><\/h4>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.studysmarter.de\/schule\/englisch\/landeskunde-englisch\/hungersnot-irland\/\" target=\"_blank\"><\/a><strong>J\u00fcngste Entwicklungen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Landwirtschaft ist auch heute noch der wichtigste Wirtschaftszweig auf der gr\u00fcnen Insel. In diesem Zusammenhang sind die j\u00fcngsten Entwicklungen in Irland und Nordirland sehr interessant und werfen ein Licht auf eine Zukunft, die uns allen bevorsteht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2021 findet sich auf einer offiziellen Seite der <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/research-and-innovation\/de\/projects\/success-stories\/all\/neue-wege-zur-steigerung-des-europaeischen-schafbestands-und-der\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Europ\u00e4ischen Kommission<\/a> folgende Information \u00fcber das EU-finanzierte Projekt SheepNet, ein Netzwerk der f\u00fchrenden Schaferzeugungsl\u00e4nder der EU und der T\u00fcrkei:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eIn Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Interessengruppen hat das Projekt L\u00f6sungen zur Steigerung der Produktion entwickelt und ausgetauscht, ohne dass \u00fcbersch\u00fcssiges Schaffleisch exportiert werden musste.\u201c<\/p><cite>Jean-Marc Gautier, Abteilungsleiter am Institut de l\u2019Elevage in Frankreich.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Hintergrund zu diesem Projekt:<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Europas Schafhaltung geht zur\u00fcck. In der Folge importiert die EU heute mehr Schaffleisch als je zuvor. Deshalb vereint ein EU-finanziertes Projekt Europas f\u00fchrende Schafhaltungsnationen, um neue L\u00f6sungen und bew\u00e4hrte Verfahren zu entwickeln. Europaweit verzeichnet die Landwirtschaft nun bereits einen Anstieg in Erzeugung wie auch Rentabilit\u00e4t, der auch den Verbrauchern zugutekommen wird.<\/p><p>Die Erzeugung von Schaffleisch und -milch ist ein wichtiger Wirtschaftszweig Europas, was ganz besonders f\u00fcr L\u00e4nder wie Irland, Spanien, Frankreich, Italien, Rum\u00e4nien und das Vereinigte K\u00f6nigreich gilt. Die europ\u00e4ische Schafherde mit ihren 85 Millionen Schafen in 830 000 Betrieben in der EU und zus\u00e4tzlichen 33 Millionen Schafen in der T\u00fcrkei ist gr\u00f6\u00dfer als alle australischen und neuseel\u00e4ndischen Herden zusammen.<\/p><p>Und doch kann Europa selbst mit dieser gro\u00dfen Zahl von Schafen nur zu 85 % die Selbstversorgung mit Schaffleisch absichern. Infolgedessen ist die EU weltweit der zweitgr\u00f6\u00dfte Schaffleischimporteur.<\/p><p>Der Grund f\u00fcr diese L\u00fccke in der Selbstversorgung ist der Niedergang der Schafwirtschaft, denn seit 2000 ist die Zahl der Schafhalter in der EU um 50 % zur\u00fcckgegangen. Zudem hat in den letzten zehn Jahren die Produktivit\u00e4t der Schafhaltung um bis zu 40 % abgenommen (je nach Land und Betriebsform).(&#8230;) Ungeachtet dieses negativen Trends sieht Gautier jedoch gute Chancen auf Verbesserungen in der Schafproduktivit\u00e4t. \u201eDurch Verbesserung des Reproduktionserfolgs und der \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der L\u00e4mmer k\u00f6nnen wir die Rentabilit\u00e4t der Betriebe und die Selbstversorgung mit Schaffleisch in Europa steigern\u201c, sagt Gaultier.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Halten wir also fest: Im Jahr 2021 definiert und f\u00f6rdert die EU das Ziel, die Schafproduktion in der EU enorm zu erh\u00f6hen. Ganz anders klingt das heute, im Jahr 2023. In diesem Jahr der gro\u00dfen Klimahysterie erscheint ein Papier der KPMG, einem globalen Netzwerk rechtlich selbst\u00e4ndiger und unabh\u00e4ngiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftspr\u00fcfung, Steuerberatung, Rechtsberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung mit Sitz in London.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut der <a href=\"https:\/\/weltwoche.ch\/daily\/kosten-der-klimaneutralitaet-nordirland-muss-wohl-eine-million-tiere-schlachten-um-seine-klimaziele-zu-erreichen-betroffen-sind-mehr-als-500-000-kuehe-und-rund-700-000-schafe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weltwoche <\/a>bzw. des <a href=\"https:\/\/www.belfasttelegraph.co.uk\/business\/agri\/northern-ireland-may-have-to-lose-one-million-cattle-and-sheep-to-meet-climate-targets\/41576939.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Befast Telegraph<\/a> m\u00fcsse Nordirland &#8211; so die KPMG &#8211; bis 2035 die Population der Rinder um 500.000, die Schafe um rund 700.000 und die H\u00fchner um rund 5 Millionen dezimieren, um die Klimaziele zu erreichen. Grund sei ein im Mai verabschiedetes Klimaschutzgesetz, das das Ziel festschreibe, bis 2050 kohlenstofffrei zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie sich dieses Gesetz auf die Bauern und Bev\u00f6lkerung in Nordirland auswirken wird?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umsetzung des Netto-null-Ziels k\u00f6nnte mehr als 100.000 Arbeitspl\u00e4tze gef\u00e4hrden und zu einem R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung um elf Milliarden Pfund f\u00fchren, so der KPMG-Bericht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnliches plant auch die Regierung in Irland, die laut <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/en-ie\/money\/other\/department-of-agriculture-responds-and-says-report-200000-cattle-to-be-cut-over-emissions-not-final-policy\/ar-AA1bYU2Z\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Irish Mirror<\/a> <em>in den n\u00e4chsten drei Jahren 200.000 K\u00fche zu Kosten von 600.000 Euro f\u00fcr den Steuerzahler keulen lassen m\u00f6chte, um die Klimaziele zu erreichen\u201d.<\/em> Laut einem internen Papier des Agrarministeriums, das erst nach einer Medienanfrage nach dem irischen Informationsfreiheitsgesetz den Weg an die \u00d6ffentlichkeit gefunden hat, hei\u00dft es, dass der Viehbestand in den n\u00e4chsten Jahren um 10 % \u2013 was etwa 740.000 Tieren entspricht \u2013 reduziert werden m\u00fcsse.&nbsp;Pat McCormack, der Chef des irischen Bauernverbandes meint dazu frustriert, dass die Viehherden und damit die CO2- Emissionen der K\u00fche nicht gr\u00f6\u00dfer seien als vor 25 oder 30 Jahren, w\u00e4hrend die Emissionen im Verkehr oder in der Luftfahrt mehr gestiegen seien. Das Absurdeste daran ist, dass laut Fachleuten die Produktion von Milch und Fleisch in Irland aufgrund der schonenden Weidewirtschaft umwelt- und klimafreundlicher sei als in vielen anderen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine Religion verlangt ihre Opfer<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"908\" height=\"632\" src=\"https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Ireland.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12424\" srcset=\"https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Ireland.jpg 908w, https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Ireland-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.lernschritte.at\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Ireland-768x535.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 908px) 100vw, 908px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja, ich gebe zu, ich habe eine Affinit\u00e4t zu Irland. Ich liebe den Anblick der Herden, die gem\u00fctlich in der Landschaft der gr\u00fcnen Insel grasen. Und die Vorstellung, dass jetzt im Namen des Klimas Millionen Tiere gekeult werden sollen, entsetzt mich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Versteh mich aber nicht falsch, ich war selbst jahrelang Vegetarier, esse auch jetzt nur ganz selten Fleisch und habe die Massentierhaltung immer schon angeprangert, aber was hier jetzt (und \u00fcbrigens nicht nur in Nordirland und Irland) versucht wird, ist die Agrarwirtschaft und uns Konsumenten komplett von oben zu steuern. Anstatt in Bildung zu investieren und die Kinder zu lehren, bewusst, nat\u00fcrlich und mit Freude zu essen, sich Zeit f\u00fcrs Essen zu nehmen und nicht beim Gehen, Gamen oder nebenher im Gespr\u00e4ch irgendein Fast Food hinunter zu schlingen &#8211; anstatt auf Bildung, Einsicht und Selbstverantwortung zu setzen, mutieren die Regierungen der Welt zu Diktaturen. Ja, nat\u00fcrlich noch im Gewand von Demokratien, aber dass es keinen \u00f6ffentlichen Diskurs dar\u00fcber gibt, zeigt, wie weit sich die &#8222;besser wissenden&#8220; Eliten schon vom einfachen Volk entfernt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>Muster<\/strong> ist immer gleich: Zuerst wird Angst erzeugt, dann wird behauptet, DIE Wissenschaft habe jetzt DIE L\u00f6sung und anschlie\u00dfend werden dann die Strukturen (Gesetze) geschaffen, um sicherzustellen, dass der Irrsinn auch unten beim Fu\u00dfvolk ankommt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Beispiel Insekten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schritt 1:<\/strong> Behauptung: Wir m\u00fcssen weg von den Tieren, sie sind b\u00f6se, weil sie so viel Methan aussto\u00dfen und deshalb wird die Welt untergehen. Das belege DIE Wissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schritt 2:<\/strong> Irgendein Superreicher, dessen Name mir entfallen ist (-;, kommt mit der freudigen Nachricht daher: DIE Wissenschaft habe die L\u00f6sung f\u00fcr das Problem gefunden: Insekten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Schritt 3:<\/strong> Gesetze werden ge\u00e4ndert, was vor einer Minute noch als unverdaulich, ungesund und sch\u00e4dlich f\u00fcr den Menschen galt, wird mit einem Federstrich zum <em>Superfood<\/em> und damit zugelassen f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Diskussion dar\u00fcber, dass Insektenfarmen ja auch Massentierhaltung bedeuten und Massentierhaltung immer anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten ist. Deshalb m\u00fcssen bei Insektenfarmen auch Massen an SEHR gesunden Mittelchen eingesetzt werden, damit die Tierchen nicht an allen m\u00f6glichen Krankheiten sterben &#8211; oder sie vielleicht \u00fcbertragen? Mmh?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich frage mich: Wie lange wird es wohl dauern, bis man fordert, dass die Garteninhaber im Namen des Klimas ihre G\u00e4rten nicht mehr bestellen d\u00fcrfen, weil sie zu viel Wasser verbrauchen? Wie lange wird es wohl dauern, bis man uns vorschreibt, was wir einkaufen d\u00fcrfen? Und wie lange vielleicht, bis man fordert, im Namen des Klimas die ersten Menschen zu t\u00f6ten? Und wer das dann wohl sein wird? &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausflug nach Utopia beendet. Die Kartoffel bleibt gesund. (-:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kartoffel ist st\u00e4rkend, aufbauend und sehr n\u00e4hrstoffreich und erm\u00f6glichte Anfang des 19. 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