Den Begriff Anti-Biotikum verwende ich ja nicht gerne, denn wenn etwas gegen das Leben ist, verheißt das eigentlich nichts Gutes.

Aber es gibt halt Lebensformen, die wir in unserem Biotop nicht so gerne haben wollen.

Deshalb habe ich in Corona-Zeiten wie diesen (-; beschlossen, zu all den immunstärkenden Tinkturen ein Rezept zu probieren, das unerwünschten Bakterien und Viren den Garaus machen sollte. Die genaue Beschreibung sowie interessante Informationen, Studien zu den einzelnen Zutaten und sogar ein Video zur Herstellung findet ihr hier.

Die Grundrezeptur geht anscheinend auf das Mittelalter zurück, also auf eine Zeit, als die Menschen von allen möglichen Infektionskrankheiten geplagt wurden. Es ist nicht alles gut, was alt ist, es ist aber auch nicht alles schlecht, was alt ist. Also ausprobieren.

Die Zutaten für ca. 0,7 Liter

  • 700 ml Apfelessig (Bio und naturtrüb)
  • 25 g Knoblauch – schälen und reiben
  • 70 g Zwiebeln – schälen und fein würfeln
  • 17 g frische Pepperoni/Chili (ca. 2 Stück) – und zwar die schärfsten, die Sie finden können – kleingeschnitten
  • 25 g frischer Ingwer – waschen und fein reiben
  • 15 g frischer Meerrettich – schälen und fein reiben
  • 27 g frische Kurkumawurzeln – waschen und fein reiben
  • ¼ TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Blütenhonig

Das Glas wird zwei Wochen lang an einen kühlen und trockenen Platz gestellt. Laut Rezept sollte es während dieser Zeit mehrmals täglich geschüttelt werden, aber darauf habe ich vergessen, hatte keine Zeit – nein, ich habs einfach vergessen. Trotzdem: Nach diesen zwei Wochen habe ich den Trunk abgefiltert und es flusht: scharf, intensiv, würzig, süß-sauer – super!

Den Trester habe ich auch im Dörrgerät getrocknet und danach im Suribachi fein vermahlen. Sehr scharf! Man darf wirklich nur sehr kleine Mengen zum Kochen verwenden. Prosit, probier es aus!

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