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Der Stier geht voran mit stiller Kraft
/ und er genießt, was er geschafft!

Mystischer Rabe

21.April-21.Mai

In der Ruhe liegt die Kraft

Nach der impulsiven Widder-Zeit, in der es darum ging, die Energie des neuen Jahres zu spĂŒren, die Lebensgeister zu wecken und Neues anzugehen, ist die Sonne jetzt wieder weitergewandert. Das FrĂŒhlingswetter ist jetzt ruhiger und stabiler und in der Natur nimmt alles immer mehr sichtbare Schönheit und FĂŒlle an. Überall grĂŒnt und blĂŒht es, aus den zarten Sprossen entfaltet sich ĂŒppiger Pflanzenreichtum.

Übertragen auf den Menschen bedeutet das Stier-Prinzip, dass die ungerichtete Energie der Widder-Zeit sich jetzt verdichtet und Form und Gestalt annimmt. Was der Widder neu begonnen hat, wird jetzt in eine materielle Form gebracht: Ideen werden nun geduldig umgesetzt, Projekte fertiggestellt, die RealitĂ€t wird geformt.

GemÀchlichkeit, Geselligkeit, Genuss

Das Stier-Prinzip symbolisiert die materiellen GrundbedĂŒrfnisse von Menschen, Pflanzen und Tieren, es entspricht dem Verwurzeln, Sammeln und Bewahren von Besitz, Grund und Boden. Zuerst muss das Leben abgesichert, das Revier abgesteckt und verteidigt werden, um Wachstum und Fortbestand zu ermöglichen. Dabei gibt die Herde Sicherheit und die Traditionen bieten den Rahmen, innerhalb dessen der Stier seinen Selbstwert und Lebensstil entwickelt und lebt. Wenn dieses biologische BedĂŒrfnis nach Sicherheit erfĂŒllt ist, kann das Leben und alles, was es an Schönheit, Geselligkeit und kulinarischen Freuden bietet, so richtig – und ohne Reue -genossen werden.

Energie der Liebe und Freude der Venus

Venus oder Aphrodite, die Schaumgeborene, ist die Herrscherin ĂŒber das Stier-Prinzip. Der Name weist auf ihre Geburt aus dem Meer hin, das im ĂŒbertragenen Sinn den GefĂŒhlen entspricht. Venus steht fĂŒr Liebe, Freude und GenussfĂ€higkeit. Sie reprĂ€sentiert die nach innen gerichtete, weibliche Kraft der Sicherung des physischen Daseins, der sinnlichen Wahrnehmung, der Hingabe an das Schöne, der Leidenschaft. Sie ist aber auch die Kraft, die sich selbst als wertvoll erleben kann. Dazu gehört auch, dass sie materielle BesitztĂŒmer sammelt und ihr eigen nennt, wobei ihr das Loslassen definitiv schwer fĂ€llt. Deshalb ist auch der höchste Ausdruck ihrer Liebe das Sich-Selbst-Verschenken.

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Liebe ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.

Albert Schweitzer

Wahre Liebe möchte den Menschen ganz und heil machen.  Das Venus-Prinzip öffnet dein Herz, macht es leicht, spendet Freude und lĂ€sst in dir eine Ahnung von der Urkraft (Gott) entstehen.

Die Kraft der Venus kann heilen, wenn wir sie richtig nutzen, aber sie kann zerstören, wenn wir egoistisch mit ihr umgehen. Liebe ist die stĂ€rkste Kraft und darum kann Venus sogar Mars besiegen. Wir mĂŒssen verstehen, dass Venus die Liebe zur Wahrheit ist, damit wir unsere Liebe zu Ă€ußeren Erscheinungen ĂŒberwinden können. (1)

Venusblume – Heilung fĂŒr den Planeten

Auf dem Bild siehst du eine sogenannte Venusblume. Ich habe sie in der heurigen Lockdown-Zeit in unserem kleinen Garten angelegt. Seit Corona ist es ja vor allem die Angst vor dem Sterben, die geteilt wird. Mit meiner Venusblume möchte ich ein bisschen dazu beitragen, dass sich wieder mehr die Liebe zum Leben verbreitet. 

Der Planet Venus hat eine synodische Umlaufzeit von knapp 584 Tagen. Wenn man die fĂŒnf erdnĂ€chsten Punkte verbindet, die die Venus in diesen acht Jahren erreicht, entsteht im Laufe von acht Jahren, in denen die Venus dreizehn Mal die Sonne umkreist, ein beinahe regelmĂ€ĂŸiges Pentagramm im Goldenen Schnitt. Der Goldenen Schnitt findet sich nicht nur in der Natur (z.B. in den RosengewĂ€chsen), sondern auch im menschlichen Körper und in der Kunst (z.B. in den Fensterrosen gotischer Kathedralen). Seine Proportionen erzeugen ein GefĂŒhl von Harmonie und Schönheit. Deshalb wird die Venusblume in der Geomantie zur Harmonisierung der Erde verwendet.

Fragen des Prinzips Venus/ Stier

Folgende Fragen können dir helfen, dich mit der ZeitqualitĂ€t von Venus/ Stier zu verbinden. Besonders wichtig ist die Auseinandersetzung mit diesen Fragen fĂŒr dich, wenn du immer krank wirst, wenn der Urlaub ansteht oder etwas anderes Schönes passiert. Denn dann gehörst du zu den Menschen, die ihre Venus nicht leben.

  • Mache einen Spaziergang durch deine Wohnung und frage dich: Finde ich die Dinge schön? Erinnern sie mich an etwas/ jemanden? Was ist fĂŒr mich schön? Wie gehe ich mit Kunst um? – Erhebt mich die Musik, die ich höre, die Literatur, die ich lese, die Filme, die ich anschaue? FĂŒhren meine Bilder an der Wand, die Kunst, mit der ich mich umgebe, in die Weite oder machen sie mich eng und klein?
  • Wie sieht es mit dem Bewahren aus? Bin ich bereit, mich von Dingen zu trennen, die ich nicht mehr brauche oder liebe? Oder verharre ich zu sehr in der Stier-QualitĂ€t und halte an allem fest, anstatt loszulassen, damit das Leben sich ausbreiten kann? Wenn ja, dann sollte ich mir möglicherweise etwas von der gegenĂŒberliegenden QualitĂ€t des Skorpions aneignen, fĂŒr den es nichts Schöneres gibt, als sich von der Materie loszulösen und sich zu verĂ€ndern. Denn Leben ist Verwandlung und Entwicklung und manchmal muss man dem Neuen Platz machen. Wo hindert mich das Bewahren von Schönem, Angenehmem und Lieb-Gewonnenem daran, mich weiterzuentwickeln und weiterzugehen?
  • Inspiziere deinen Vorratsschrank und frage dich: Wie ernähre ich mich? Findet sich GemĂŒse und Obst im KĂŒhlschrank? Jetzt wĂ€re eine gute Zeit, die GrĂŒnkraft aus der Natur in deinen Speiseplan zu integrieren. Und wie steht es mit meiner Bewusstheit beim Essen? Nehme ich mir Zeit dafĂŒr oder esse ich meistens zwischen TĂŒr und Angel? Kann ich das Essen zelebrieren (mit einem schön gedeckten Tisch zum Beispiel), auch wenn ich allein bin?
  • Wie gehe ich mit meinem Körper um? FĂŒhle ich mich wohl darin, kann ich ihn bejahen? Wir sehen ja meistens nur das Unvollkommene an uns selbst, das, was wir nicht schön finden: Was könnte ich tun, um mich in meinem Körper wohl zu fĂŒhlen, so wie er ist? Wenn er mir durch Schmerzen zeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist: Bin ich bereit, ihm mehr Aufmerksamkeit zu widmen und ihn so zu pflegen und zu ernĂ€hren, dass er sich wieder etwas erholen kann? Oder erwarte ich mir, dass er einfach funktioniert? SchĂ€tze ich meine Ressourcen und wie gehe ich damit um? Lebe ich nachhaltig und bewusst? Was könnte ich Ă€ndern?
  • Wie sieht es mit meinen Finanzen aus? Habe ich genug Geld und lebe ich die FĂŒlle oder eher den Mangel? Bin ich großzügig oder eher knauserig? Kann ich Fülle und Wohlstand durch mich durchfließen lassen, indem ich sie mit anderen teile? Kann ich dem Leben vertrauen?
  • Wie sieht es mit meinen inneren Gaben und meinem Selbstwert aus? Teile ich meine Talente mit der Welt? Oder halte ich mich (noch) zurück?
  • Wie steht es mit meiner Ausdauer und Geduld? Bin ich bereit, meine Ideen auch zu hegen und zu pflegen? Bin ich bereit, Zeit zu investieren und vielleicht auch zu warten, bis sich ein Projekt voll entfaltet? Nehme ich mir Zeit fĂŒr Ruhepausen oder drĂ€nge ich mich dazu weiterzumachen?

Tipps fĂŒr die Stier-Zeit

Entwicklungsweg des Stiers: Weg der Sinnlichkeit

1 Frawley, David: Astrologie der Seher, Die große EinfĂŒhrung in die spirituellen und yogischen Grundlagen vedischer Astrologie, Windpferd: 2003, S. 98.